Kundeninformation Holz Test

Allgemein

Der Wunsch Balkone oder Terrassen mit Holz zu belegen hat zum Teil unterschiedliche Gründe. Der häufigste ist, dass Eigentümer selbst genutzter Balkone ein Faibel für Holz haben oder und Holz im Garten und auf Terrassen seit Jahren und aktuell im Trend liegt. Es kann in eher seltenen baulichen Situationen auch statische Gründe geben, weil das Eigengewicht deutlich reduziert werden kann. Oder aber Bauherren sehen sich insbesondere bei Terrassen auch in der Lage, diese aus Holz selber zu bauen, weil die Anforderungen in statischer Hinsicht häufig gering sind.
Für alle Hölzer gilt, dass diese im Außenbereich weniger beständig und dauerhaft sind als z.B. ein vergleichbarer Bodenbelag aus .z.B. Betonwerksteinplatten, Keramik oder Marmor, sofern diese nicht in Mörtel verlegt werden.

Für alle Hölzer gilt, dass diese vergrauen. Dieser Prozess dauert je nach Holzart zwischen einem halben und 2 Jahren. Dieser Vergraungsprozess verläuft ungleichmäßig. Insbesondere Bereiche, die durch die Stellung von Gartenmöbeln oder Blumenkübeln zugestellt sind, sehen schon nach wenigen Tagen oder sogar Stunden in der Sonne oder im Regen vorübergehend anders aus, wenn die Möbel oder Blumenkübel wieder verrückt werden. Dies ist ein natürlicher Umweltabhängiger Prozess, der nicht verhindert werden kann.

Dieser Prozess kann durch regelmäßiges, jährliches(!) Streichen mit unter Umständen zweifelhaften chemischen Lacken, Lasuren und Ölen und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand beeinflusst, aufgehalten oder verzögert werden, solange dies regelmäßig durchgeführt wird. Die Metallum GmbH führt solche Anstriche und Behandlungen aus Gewährleistungsgründen grundsätzlich nicht aus.

Für alle Hölzer gilt, dass diese im Bodenbereich einer Belastung durch Wetter und Wasser ausgesetzt sind, die mit Hölzern an Fassaden, Fenstern oder unter Dach nicht vergleichbar sind und die Lebensdauer deshalb sehr viel kürzer ist.
Wir gehen gemäß DIN EN 335 von Gebrauchsbedingungen gemäß Gebrauchsklasse 3 aus, in der das verwendete Holz ständiger Befeuchtung ohne Erdkontakt ausgesetzt ist.

Eine aus Gründen der Rutschfestigkeit geriffelte Oberfläche bietet mehr Angriffsfläche und führt dazu, das Wasser selbst bei Verlegung mit leichtem Gefälle auf Dauer schlechter abläuft, weil Schmutz in den Nuten das verhindert oder behindert. Selbst wenn das Holz in sich haltbar ist, verändert sich die Oberfläche im Laufe der Jahre durch z. B. „prasselnden“ Regen. „Steter Tropfen höhlt (nicht nur) den Stein“. Ausserdem wachsen Moose und Flechten etc. Diese und eine normale Verschmutzung führen dazu , dass Holzoberflächen alle ein bis zwei Jahre mit einem Hochdruckreiniger gereinigt werden sollten, damit die Rutschgefahr in Grenzen gehalten werden kann. Empfehlungen, Terrassenhölzer nicht mit einem Hochdruckreiniger zu reinigen weil dadurch das Holz geschädigt wird, können wir bei vernünftiger Handhabung des Gerätes nicht nachvollziehen.

Für alle Hölzer gilt deshalb, das diese unserer Erfahrung nach für Mietobjekte wegen des notwendigen Pflegeaufwandes damit aus wirtschaftlichen Gründen eher nicht geeignet sind.

Für alle Hölzer gilt, dass nicht alle als Terrassendielen handelsüblich sind. Es gibt Holzarten die als Terrassendielen kaum zu bekommen sind und ggf. angefertigt und gehobelt werden müssten. Das ist in der Regel nicht bezahlbar und schon gar nicht wirtschaftlich. Wir bieten deshalb nur handelsübliche Terrassendielen an.

Für die meisten Terrassenkonstruktionen oder Bodenbeläge auf Balkonkonstruktionen gilt, dass diese in der Regel aus einer Decklage aus Terrassendielen und einer Unterkonstruktion aus Konstruktionshölzern bestehen. Dabei sind die Hölzer der Unterkonstruktion in der Regel durch Feuchtigkeit stärker belastet, weil diese von der Sonne nicht erreicht werden und immer später austrocknen als die Deckhölzer.

Besonders betroffen sind die Bereiche wo sich Deckhölzer und Unterkonstruktion überschneiden. Hier ist für ¾ des Jahres von Dauerfeuchte auszugehen. Da hier Deckbretter und Unterkonstruktion miteinander verschraubt sind, führt das dazu, das die Schrauben nach einigen Jahren in der Unterkonstruktion ihren Halt verlieren, weil die Unterkonstruktion in diesem Bereich fault. Ein Ersatz der Schrauben an gleicher Stelle ist wegen der verfaulten Unterkonstruktion nicht möglich. Obwohl die Deckbretter möglicherweise also noch in Ordnung sind, kann es notwendig werden, die Konstruktion in großen Teilen aufzunehmen und zu erneuern. Metallum führt deshalb seit Mitte 2012 die Unterkonstruktionen in Aluminiumrohr aus. Bretter und Aluminiumrohre sind zudem nach Zeichnung auf einer CNC Maschine gebohrt, so dass ein Austausch von Brettern auch Jahre später nach archivierter Zeichnung ohne vorheriges Aufmaß möglich ist. Außerdem kann Brett für Brett einzeln getauscht werden, ohne die gesamte Unterkonstruktion aufnehmen und erneuern zu müssen.

Unterschiedliche Hölzer sehen unterschiedlich aus. Selbst unterschiedliche Bretter des gleichen Holzes. Selbst wenn alle Hölzer nach relativ kurzer Zeit vergrauen, haben diese Hölzer ein unterschiedliches Aussehen in der Maserung, der Anzahl der Äste, kleiner Risse oder auch einer bestimmten Anzahl von Wurmlöchern. Das führt auch zu unterschiedlichem Aussehen insbesondere im ersten Jahr während des Vergraungsprozesses und in Abhängigkeit davon, ob das Holz nass oder trocken ist. Darin begründen sich keine Ansprüche auf Austausch oder Einbehalt von Geld. Wir liefern die Hölzer gemäß den technischen Merkblättern und Lieferbedingungen der Großhändler. Wir lassen Ihnen diese auf besondere Anforderung gerne zukommen. Wir kontrollieren bei Eingang Hölzer in unserem Hause auf Geradheit und Absplitterungen und sortieren aus, was den Lieferbedingung der Händler nicht entspricht.
Wir empfehlen Hölzer vorrangig unter dem Gesichtspunkt der Haltbarkeit und Dauerhaftigkeit und unter den Gesichtspunkten einer ökologisch vertretbaren Produktion. Ob ein Holz farblich oder optisch gefällig ist oder scheint, ist jedermanns Geschmacksache.

Kunststoffimitate von Terrassendielen kommen verstärkt auf den Markt. Wir haben uns mit diesen Systemen auseinandergesetzt, diese aber bisher nicht eingesetzt.

Die meisten Systeme werden mit speziellen Unterkonstruktionen oder Befestigungsklammern montiert. Bei manchen Systemen können einzelne Bretter nicht gewechselt werden ohne alle oder viele Bretter zu demontieren.
Wir haben diese Systeme auch deshalb nicht eingesetzt, weil spezielle Halteclips und Unterkonstruktionsprofile auch dauerhaft verfügbar sein sollten. Also auch noch in 10 oder 20 Jahren, wenn z.B. Grillkohle oder Zigarettenkippen Löcher in z.T. innen hohle Kunststoffprofile gebrannt haben. Wir gehen unserer Erfahrung nach davon aus, dass das diese Verfügbarkeit nicht so langfristig gegeben ist. Dies Produkte sind unserer Ansicht nach nicht nachhaltig!
Terrassendielen unterschiedlicher Holzarten wird es aber auch in 15 oder 20 Jahren noch geben und ebenso die „ Allerweltsschrauben“, die wir verwenden und einen Schreiner oder normal begabten Handwerker, der Bretter austauschen kann.

Darüber hinaus unterliegen auch Kunststoffimitate dem “prasselnden Regen“, dem Frost, Hagel Schnee und den Strahlen der Sonne. Wie diese also in 5-10Jahren aussehen bleibt abzuwarten. Niemand der viel Geld in seine Gartenlandschaft und seine Terrasse investiert, möchte nach ein paar Jahren einen „billigen und künstlichen“ Gesamteindruck. Dann lieber natürlich.
Seit 2012 setzen wir für Balkone mit doppeltem Boden Thermoholz Fichte ein, weil wir gemäß DIN EN 335 von Gebrauchsbedingungen gemäß Gebrauchsklasse 3 ausgehen, in der das verwendete Holz ständiger Befeuchtung ohne Erdkontakt ausgesetzt ist.

Thermoholz Fichte entspricht nach DIN EN 350-2 der Dauerhaftigkeitsklasse 2 und ist damit genauso dauerhaft wie Bangkirai(Yellow Balau). Besser sind nur noch wenige, deutlich teurere Hölzer. Gemäß DIN EN 350-2 ist von einer Lebensdauer von 15 bis 25 Jahren auszugehen bei Gefährdungsklasse 4 nach DIN EN 335. Da unsere Einsatzbedingungen mit Gefährdungsklasse 3 besser sind, sollte auch die Lebensdauer länger sein. Das würden wir Ihnen auch gerne versprechen, aber so lange Erfahrungswerte haben wir damit nicht.
Thermoholz Fichte ist das Optimum was sich uns im Moment unter wirtschaftlichen, ökologischen und technischen Gesichtspunkten bietet.
Neben Thermoholz Fichte gibt es noch andere Thermohölzer mit zum Teil anderen Eigenschaften wie Thermoholz Esche, das deutlich dunkler ist und sogar in der Dauerhaftigkeitsklasse 1 eingeordnet ist.
Aber es ist ebenso wie andere modifizierte empfehlenswerte Hölzer wie Accoya oder „Dauerholz“ deutlich teurer.

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